Sonntag, 16. Oktober 2011

Steve Jobs - Verehrung und Kritik

Verehrung und Abneigung, beides vereinte Steve Jobs stets auf sich. Ein visionärer Geist und ein knallharter Geschäftsmann. Während Richard Stallman froh über Steves Abtreten ist, wird ihm postum ein eigener Feiertag gewidmet. Kaum jemand, der mit seiner Meinung hinterm Berg hält und viele die sich Fragen, ob dies alles wirklich gerechtfertigt ist. Da wird argumentiert, dass Jobs eine neue Gadget und Benutzerführungsära einleutete, der zunächst kaum ein Konkurent etwas entgegenzusetzen hatte, dem aber fleißig nachgeeifert wurde. Inzwischen können wir selbst auf den billigen Tablet- und Smartphone-Derivaten herumwischen und alles ist superintuitiv. Anwendungen lassen sich nur noch über die hauseigenen Online-Stores Installieren, was nicht nur lukrativ ist, sondern auch über Inhalte bestimmen lässt. Folge ist eine privatwirtschaftliche Zensur nach amerikanischem Moralempfinden. Merken tut man davon freilich wenig. Ebenso unauffällig ist die Verdongelung der Hardware, die gemeinsam mit den Nutzungsbedingungen die Einhaltung einiger Open-Source-Lizenzen unmöglich macht. Manche Geräte wurden durch fest verbaute Akkus deutlich in ihrer Lebensdauer beschnitten oder sind mit einem modernen iTunes nicht mehr zur Zusammenarbeit zu bewegen. Die Innvoation geht schließlich weiter und altes hat da keinen Platz.

Jobs hatte Ideen, er hatte Charisma, war Perfektionist, Verkäufer und nicht zuletzt auch Techniker. Er schaffte es eine Firma aufzubauen, die heute als eine der wertvollsten weltweit gilt. Er erdachte Geräte, die eine Vielzahl von Menschen bezaubert und fasziniert. Mit dem was er tat, schaffte er es aber auch an die 39. Stelle der Forbes-Liste. Kritiker, wie Verehrer haben genügend Argumente, denn Jobs hat viel bewegt. Mit einer Schwierigkeit haben Kritiker allerdings schwer zu kämpfen und hinterlassen mit jedem Argument einen schalen Geschmack. Es gehört sich eigentlich nicht schlecht über Tote zu sprechen.

1 Kommentar:

  1. ... und auf dem Totenbett merkst Du, dass Du nichts bist, dass du nichts von dem, dessen du angehaftet warst mitnehmen kannst. Das Du nicht mehr bist, als Du jemals warst. Keine Millionen, kein Ruhm, kein Luxus. Einfach nur eine Seele in einem verbrauchten Körper.

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