Mittwoch, 4. Juli 2012

Schnelles Internet von Kabel Deutschland Teil 2

Nun habe ich es eine Weile, das schnelle Internet von Kabel Deutschland. Schnell ist es vor allem morgens und tagsüber. Am späten Nachmittag bricht die Geschwindigkeit derart ein, dass eigentlich kein unterschied zu meiner alten 16MBit-Leitung besteht. Für mich ist das kein Beinbruch, aber etwas mehr hätte ich da schon erwartet.

Ein noch viel schlimmeres Katastrophengebiet ist allerdings der Kundenservice. Bei meinem ersten Anruf wollte ich gern mal klären, ob ich meine alte IP-Rufnummer portieren lassen kann. Die Dame, die ich als erstes erwischte war scheinbar damit  überfordert und legte nach den ersten zwei Sätzen kurzerhand auf. Der zweite Versuch fand dann mit einem etwas barschen, aber zumindestens zuhörenden Mitarbeiter statt. Nein, die IP-Telefonnummer könne ich nicht portieren, das geht nur mit Festnetznummern. Wie ich inzwischen weiß, stimmt das nicht, aber nun ist das Thema auch durch.

Als nächstes wollte ich es mit einem technischen Sachverhalt per Mail versuchen. Ich wusste ja nun, dass ich da vermutlich niemanden an die Strippe bekomme, der auch nur einen Hauch von Ahnung oder einen Ansatz von Motivation verspührt, mir mit meinen lästigen fragen weiterzuhelfen. Es ging wieder um die Telefonie und darum, dass ich mit meiner Fritzbox ja Voice-Over-IP machen könnte. Dafür bräuchte ich aber die SIP-Server-Zugangsdaten, die Kabel Deutschland aber grundsätzlich nicht herausgibt. Meine Anfrage habe ich extra deutlich und in kurzen Sätzen formuliert. Die Eingangsbestätigung ließ nicht lange auf sich warten, einzig der Techniker verwöhnte mich erst zweit Tage später mit einem Textbaustein, der besagte, ich solle mich bei Konfigurationsproblemen an den Hersteller des Kabel-Routers wenden. Ok, der Versuch nochmal zu erklären, dass es um deren infrastruktur ginge und ich doch nur die Zugangsdaten wolle wurde mir mit dem freundlichen Textbaustein beantwortet, ich wäre zwecks Klärung telefonisch nicht erreichbar gewesen. Das es nachweislich keinen Anruf gab passt fast schon wieder ins Bild. Kurz zurückgeschrieben sie mögen es erneut versuchen ergab immerhin gleich drei Antworten. Zwei mal bat man mich, ich möge mich doch telefonisch melden und noch einmal, man würde mich nicht erreichen. Ich habe an dieser Stelle das Thema abgebrochen und mir überlegt einfach eine Fritzbox mit analogem Eingang zu verwenden, um das Telefon, was da aus dem Kabel-Deutschland-Router rauskommt mit meiner alten Nummer zu vereinen.

Mit dem Kabel-Router habe ich mich inzwischen angefreundet. Er darf jetzt meine Fritzbox mit Internet versorgen. Mehr auch nicht. Zu viel wurde mir die Kiste, als sich herausstellte, dass der DHCP-Server meinen Rechnerpark per Zufallsprinzip mit IPs versorgt. Ein Nameserver ist natürlich auch nicht drin, so dass ich immer erst nach der IP gucken durfte, wenn die Rechner untereinander Kontakt aufnehmen sollten. Ganz besonders unangenehm ist das mit dem Netzwerkdrucker aufgefallen, weil ich dem Druckertreiber vor jedem Druck erstmal die neue IP mitteilen durfte.

Fazit: Die Leitung ist brauchbar, man sollte aber nicht zu viel erwarten. Von der Gesamtperformance ist man da sicher mit einem 50MBit-DSL-Anschluss besser bedient. Die Hardware ebenso wie Service/Support sind unterste Schublade. Ich hoffe, ich werde mit beidem nicht mehr allzuviel zu tun bekommen.

1 Kommentar:

  1. Oh ja, den "Service" von Kabel Deutschland kann man getrost in die Tonne treten. Jeder Anruf ist vergeudete Lebenszeit.
    Es war zwar ein anderes Problem bei uns, aber die Qualität der Hotline genauso beschissen (leider fallen mir nur noch unfreundlicher Worte ein, man möge mir das Wort verzeihen).
    Es ist die kumulierte Inkompetenz Aller auf Erden. ;-)

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