Donnerstag, 24. Februar 2011

Verrücktes im Unicode 6

Seit der deutsche Wikipedia-Admin an Berühmtheit gewonnen hat, ist die Begrifflichkeit Inkludist und Exkludist nahezu jedem halbwegs Netzaffinen geläufig. Während im deutschen Wikipedia die Exkludisten herrschen, nimmt man es andernorts nach dem Motto "Speicherplatz ist genügend vorhanden" gelassener. Zugegeben, das Beispiel fängt in dem Moment an zu hinken, wo internationales mit nationalem verglichen wird. Wir Deutschen sind da eben sehr speziell, was Genauigkeit, Ordnung bis hin zur Pedanterie anbelangt.

Erheblich mehr Inkludisten gibt es offensichtlich beim Unicode-Konsortium. Der Eindruck drängt sich bei einem genaueren Blick in den neuen Unicode 6-Standard geradezu auf. Beispiel gefällig?

Beginnen wir mit der Kategorie Miscellaneous Symbols And Pictographs, die mitunter schon etwas speziellere Zeichen, wie die Freiheitsstatue oder die Japanischen Inseln vorhält.

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Weiter geht die Exkursion in den Bereich unverzichtbarer, japanischer Emojis.

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Und das war noch bei weitem nicht alles, was die nächste Unicode-Version zu bieten hat. Einen guten Überblick kann man sich im Unicode 6.0 Versioned Charts Index verschaffen. Mit dabei sind übrigens nicht nur solche Symbole, die wir in Wing- und Webdings schon immer vermisst haben, sondern auch sprachliche Ergänzungen aus dem afrikanischen Raum, wie Mandäisch, Batak und Brahmi.

Weil ich zwar Pedant, aber auch bekennender Inkludist bin, finde ich das natürlich Klasse. Leider wird es wohl noch ein wenig dauern, bis Unicode 6 eine Verbreitung gefunden hat, die es einem erlaubt die Zeichen daraus gefahrlos zu nutzen.

Zuletzt aber noch mein Favorit 'PILE OF POO' (U+1F4A9).


Mehr auch bei heise.

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